Das Gespenst der Hofreite

Das "Gespenst der Hofreite" basiert auf der Erzählung von Oscar Wilde "Das Gespenst von Canterville" von 1887.

Im Original kauft eine Familie aus Amerika ein altes Schloß in England. Die bisherigen Schlossherren wollen, ebenso wie die Dienstboten, aus Furcht vor dem spukenden Ahnen das Schloß verlassen. Einzig die Haushälterin bleibt. Das im Schloß umgehende Gespenst kann sich mit den neuen Schlossherren nur schwer abfinden. Der verzweifelte Versuch ordnungsgemäß zu spuken endet darin, dass die Tochter der Familie dem Gespenst zum ewigen Frieden verhilft.

Wir übertragen das Stück in das Mörfelden der gleichen Zeit ...

Tingel-Tangel

Tingel TangelEine vierköpfige Schauspiel-Truppe, deren Prinzipal Peter Habermann sich gerne in einem Atemzug mit bekannten Schauspiel-Größen nennt, denen er meint ebenbürtig zu sein, tingelt über die Käffer. Die harte Realität sieht leider sehr viel anders aus, denn als man an diesem Tag auf der Tour in einem kleinen, verschlafenen Nest in Südhessen ankommt, wird auf Habermann und seine Mitstreiter die volle Breitseite des Provinz-Daseins abgefeuert.

Selbst bereits im eigenen Dilettantismus erstickt, erwartet die Vier im Gasthof „Zur Brückenmühle“ im beschaulichen Örtchen Klein-Wallerfelden – nicht mit Groß-Wallerfelden zu verwechseln, bitte! - ein beinahe schon grotesk zu nennendes Feuerwerk an Widrigkeiten. Zusätzlichen Zündstoff bietet überdies das Stück im Stück, mit entnommenen exklusiven Zitat-Passagen aus „Gott des Gemetzels“.

Doris Schneider-Coutandin gelingt es hier als Autorin und Regisseurin in ihrem schriftstellerischen Erstlingswerk für die Bühne, sich selbst als Theaterschaffende auf die Schippe zu nehmen. Mit geschickt eingewobenem Lokalkolorit und dem teils in den Dialogen geführten in der Region herrschenden Dialekt wird schnell ein Bezug zur südhessischen Heimat hergestellt. Jeder kann sich in diesem Stück wiederfinden, wenn man ein klein wenig aufmerksam ist und sich auch gerne mal den berühmt-berüchtigten Spiegel vorhalten lässt!

Aufführungsdaten des Schwanks aus unserer südhessischen Heimat:

15. Juni 2012, 20.30 Uhr und
17. Juni 2012, 19 Uhr

im Jagdschloss Mönchbruch.